Ein Jahr Uruguay – das bedeutet ein Jahr weg von Familie und Freunde, weg von der vertrauten Umgebung, aber erst recht ein Jahr Lateinamerika mitsamt seiner Menschen, Kultur, Sprache, Mate, Sonne und mehr. Ein Jahr voller neuer Erfahrungen und spannender Abenteuer, ein Jahr Leben. Ein Jahr, das sicherlich auch mich Fernweherkrankte verändern, mich vor Herausforderungen stellen wird, mich auch reifen lässt und mir vieles geben wird – also ein ganz besonderes Jahr.
Dienstag, 19. November 2013
16. Aufgeschoben ist nicht aufgehoben!
Ich habe es tatsächlich vollbracht! Nach Wochen des Versprechens kommen hier endlich mal einige Fotos aus Montevideo! Ich hab es schon gut getroffen mit meiner Stadt, oder? ;-)
Dienstag, 12. November 2013
15. Du fühlst dich als Uruguaya, wenn...
Du fühlst dich als Uruguaya,...
… wenn du, um wach zu werden, nicht nach einem Kaffee sondern
nach einem Mate fragst.
… wenn du die vielen Yerba-Sorten (das Teekraut für den
Mate) am Geschmack erkennst und sie unterscheiden kannst.
… wenn du dich kein bisschen unter Stress gesetzt fühlst,
wenn du um 16.00 Uhr bei einer wichtigen Verabredung sein solltest, aber erst
um 16.15 Uhr die 40-minütige Fahrt antrittst. Zu-spät-kommen gehört hier schon
fast zum guten Ton.
… wenn du die Choreos sämtlicher „Chocoloate“-lieder
mittanzen kannst. Zum Verständnis: Chocolate ist eine uruguayanische Band, die
zwischen 2000 und 2003 mit eintönigen Gute-Laune-Liedern, ähnlich unserem DJ
Ötzi, ihre größten Erfolge feierte.
… wenn du die Haarfarbe, die in Deutschland als braun
bezeichnet wird, mit blond betitelst.
… wenn dich der Anblick blonder beziehungsweise blauäugiger Menschen
schon so erstaunt, dass du den Blick gar nicht abwenden kannst und sie
neugierig beobachtest.
… wenn du vom reinen Sprachlaut eines spanisch-sprechenden Menschen
schon auf seine Herkunft schließen kannst. (An dieser Stelle möchte ich dezent
darauf hinweisen, dass dieser Satz eine unüberwindbare Herausforderung für
jeden Latino wäre – so viele „sch“-Laute bietet wirklich nur die deutsche
Sprache.)
… wenn dir 22.00 Uhr zu früh erscheint, um zu Abend zu
essen.
… wenn 20°C es immer noch nicht wert sind, die Jacke
auszuziehen.
… wenn du landestypische Ausdrücke kennst und sie
gelegentlich in eigene Sätze einbaust. Typische Schimpfwörter machen dabei, mit
Verlaub, den größten Teil des Repertoires aus.
… wenn du schon viele Asados gegessen hast.
… wenn du die vielen Regeln des Matezubereitens kennst und
ihn fachmännisch herumreichst, aufgießt und umschichtest.
… wenn du bei „desfiles“ mitgetanzt hast. Ähnlich unseren
Karnevalsumzügen sind dies Gruppen von Trommlern und Tänzerinnen, die den
landestypischen Candombe zum Besten geben.
Mit diesen Worten: Liebe Grüße ins kalte Deutschland!
Eure Uruguay-Julia
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