Freitag, 25. Juli 2014

29. Weil Reisen schön ist...

Die Zeit zwischen dem 27. Juni und dem 9. Juli war mit eines der schönsten Erlebnisse, das ich während des Jahres hatte. Weshalb? Ganz einfach: Ich war reisen: Zuerst Buenos Aires: Großstadtflair, Megametropole, Feiern, Sightseeing, Menschenmassen, Verkehrsgewusel, beeindruckend und schön. Danach ging es nach ElDorado in Misiones, der Provinz Argentiniens, die am Dreiländereck mit Brasilien und Paraguay liegt, um zusammen mit den anderen Freiwilligen das Endseminar zu verbringen: subtropischer Regenwald, tolle Gespräche, schöne Einheiten, Spaß, Freundschaften, die Iguazu-wasserfälle mit den gigantischen Wassermassen, die sich atemberaubend in die Tiefe stürzen, faszinierende Tiere, die ich sonst allerhöchstens aus dem Zoo kenne und noch mehr subtropischer Regenwald. Das letzte Ziel hieß Salta und Jujuy, die nördlichsten Provinzen Argentiniens, die an Chile und Bolivien grenzen. Insbesondere dieser Abschnitt meiner Reise hinterlässt noch heute eine Sprachlosigkeit und Gänsehaut bei mir: Alleine bin ich hin, mit vielen tollen Bekanntschaften bin ich durchgereist, vollbepackt mit wahnsinnigen Eindrücken bin ich zurückgekommen. Deswegen ist es besser, ich lasse Bilder und keine Worte sprechen:

Der Parque Palermo in Buenos Aires

Über den Dächern von Buenos Aires


Die Iguazuwasserfälle

Naaasenbären, immer dort zu finden, wo es Essen gibt!


Mehr Glück kann man wirklich nicht haben: Ich wurde spontan auf eine Privatfeier mit waschechten Gauchos eingeladen; mitten in der freien Natur, mit der typischen Speise Locro und mit Ausritt durch die Wildnis...


Der Tren de las Nubes in Salta





Die Salzwüste in Jujuy - lädt zum Spielen ein



Auf knapp 4200 Höhenmetern

... und die Serpentine, die von dieser Höhe runterführt.





Den Farbton verdankt die Erde Eisenoxidationen in den Gesteinsschichten und ist das Wahrzeichen der Region.




Hab mich so in dieses Lama verliebt; stand total cool da, hat lässig in die Runde geschaut und dabei stundenlang auf ein und dem selben Grashalm rumgekaut...

fantastische Farbenspiele: rote Erde, grüner Strauch, blauer Himmel



Montag, 14. Juli 2014

28. Ein Lebenszeichen

Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Leserinnen, liebe Leser, liebe Freunde und Familie und alle anderen, die sich diesen Eintrag zu Gemüte führen,

es ist mir ein herzliches Anliegen, mich für die lange Abwesenheit zu entschuldigen! In aller Form und mit der größten Ernsthaftigkeit möchte ich diesem Missstand entgegen wirken und mich ein 28. Mal zu Wort melden und besorgten Mitmenschen vermitteln, dass die lange Stille nicht Ausdruck eines Ignorierens der Welt östlich des Pazifiks noch einer den Fingern zugrunde liegenden Steifheit sein soll.

Was macht eine Julia also in Uruguay, wenn sie nicht von sich hören lässt?

Hahaha, eine guuuute Frage. Ich gebe euch Antwortmöglichkeiten:

1. Sie schließt sich in ihrem Zimmer ein, trotzt der Eiseskälte und lernt fleißig voraus für ihr Studium.

2. Sie wird von bösen Mitbewohnern eingeschlossen und dazu verdammt, gute von schlechten Erbsen zu trennen.

3. Sie schöpft ihr kreatives Potenzial aus und dekoriert ihr Zuhause mit allem, was ihr in die Finger kommt.

4. Sie lernt die wichtigsten Köpfe Uruguays kennen, knüpft wichtige Handelsbeziehungen zwischen Deutschland und Uruguay und arbeitet somit als rechte Hand des deutschen Staates.

5. Sie genießt ihr Leben, geht nur dann zur Arbeit, wenn keine Arbeit ansteht und freut sich ob der lateinamerikanischen Wärme mit allen ihren Vorzügen.

6. Sie opfert sich für ihre Arbeit auf und bekommt nichts mit außer das Leben in der Obra.

7. Sie verfolgt mit größtem Ehrgeiz ihre Karriere als professionelle Tänzerin, geht zu sämtlichen Tanzevents, trainiert 5 Stunden täglich und nimmt an Wettbewerben teil.

Auch wenn einige der Möglichkeiten enorm verlockend klingen, es trifft nichts davon zu. Ich gebe euch nun also den eigentlichen Grund, weshalb ich mich die letzten Wochen in absoluter Stille befunden habe.

Mittlerweile lebe ich von einem großen Ereignis zum anderen: Ich war in Mercedes, eine Freundin besuchen und dabei weitere Fleckchen Uruguays kennenlernen - ein hübsches kleines Städtchen, dessen Rambla den ganzen Flair der Stadt ausmacht. Lohnenswert war der Trip, da ich mal wieder schöne Gespräche hatte und ein wenig aus dem montevideanischen Alltagstrott heraus bin. 




Das Wochenende drauf durfte ich mir in einer Fortbildung anhören, wie man "Demotivierte wieder motiviert" und den Sinn des Lebens wiederfindet oder so ein Quatsch. Ich muss gestehen, dass ich diese Einheit wenig hilfreich fand, schließlich wurde uns einfach nur erzählt, man müsse auf sich achten, genügend Sport treiben, sich gut ernähren und seinen Passionen nachgehen, um den Spaß an der Arbeit nicht zu verlieren. Begleitet wurde dies von imposanten Videos, die die Weltzerstörung durch die Hand des Menschen repräsentierten - zwar wirklich gute Videos, aber ohne Zusammenhang zu den restlichen Themen und ohne folgende Diskussion wenig nützlich. Alles in allem sprang der Leiter von einem Thema zum anderen und erzählte uns dabei auch nur das, was man sowieso schon wissen sollte... 
Am selben Wochenende ging es für meinen Besuch Hannah und mich ins Theater und in diverse Örtlichkeiten des nächtlichen Tanzvergnügens. Zwischendurch probte ich zudem mit einer Arbeitskollegin und Freundin für ein Tanzprojekt, das wir als Abschiedsgeschenk für die Kinder der Obra erarbeiten. Apropos Tanzen: Ich war das erste Mal auf einer Milonga, im Prinzip eine Tango-party, die in einem unscheinbaren Hinterhof Jung und Alt zum Tangotanzen aufforderte.
Ein weiteres großes Ereignis war selbstverständlich die Weltmeisterschaft! Die Spiele mussten verfolgt werden, soweit es denn überhaupt möglich war (ich erinnere mich an defekte Fernseher, Kollisionen zwischen Arbeits- und Spielzeiten, gesperrten Live-übertragungen im Internet und ganz einfach an das Fehlen von schauwütigen Deutschen). Jetzt ist Deutschland endlich Weltmeister und der ganze Wahnsinn hat ein Ende. Eigentlich schade… Dafür wird hier demnächst ein anderer Wahnsinn anstehen: die Präsidentschaftswahlen! Mit wurde bereits angekündigt, dass ein Passieren der Straßen nahezu unmöglich sei, da sie entweder durch Plakate oder werbende Plakatmenschen versperrt sein werden. Ich bin also gespannt.

Ich war auch noch zwei Wochen auf Reise durch Argentinien, das war aber sooo fantastisch toll, dass der Reisebericht einen eigenen Beitrag verdient, der wohldurchdacht sein soll. Also gibt’s jetzt noch nix drüba zu lese :-P So, jetzt wisst ihr wieder ein wenig Bescheid über mein hiesiges Leben. Feiert den Sieg Deutschlands nicht zu heftig, das macht mich nämlich nur neidisch! Bis denne ihr Lieben,
eure Uruguay-Julia



Sonntag, 22. Juni 2014

27. Uruguay-Julia schreibt....


Ich will nach Hause, weil...

... es so arschkalt ist!!! Wer hat nochmal behauptet, Lateinamerika sei ein warmer Kontinent? Egal, wer es war, er hat eindeutig gelogen! Und warum ist sowas wie Heizung und Isolation noch nicht in Uruguay angekommen??? Und warum werden hier keine kleinen Gänse gezüchtet, die meine Bettdecken mit flauschigen Daunen füllen könnten??? Ahhh ich freue mich auf die deutsche Wärme!

... ich mal wieder Schwarzbrot, Joghurt und Döner essen will.

... klar, ich will meine Familie wieder sehen!

... ich meine Freunde mittlerweile echt vermisse!

... ich mich schon sehr auf Abschied eingestellt habe und das den Endspurt bestärkt.

... ich Angst habe, dass ich mit einer noch längeren Pause vom Studium nie wieder ins Lernen reinfinden werde.

... ich schon viele, tolle Ideen habe für Deutschland.

... ich mal wieder etwas lernen möchte, so wie in der Schule...

Ich will hier bleiben, weil...

... das mein bestes Jahr war!

... ich hier so unglaublich tolle, wertvolle und einzigartige Erfahrungen machen durfte!

... ich hier keine Prüfungen schreiben muss.

... ich jetzt eigentlich schon keine Lust auf Uni-stress habe.

... ich hier Freundschaften geschlossen habe, die ich nicht verlieren möchte.

... ich immer mehr ins Projekt hineinwachse und erst seit einigen Monaten das Gefühl habe, wirklich von Wert zu sein in der Arbeit!

... ich immer noch mehr lernen möchte: Sprache, Umgang mit den Jugendlichen und Kindern, Kultur,...

... ich noch so wenig gesehen habe von Lateinamerika! Ach, die Welt ist doch einfach viel zu schön, als dass sie ungesehen bleiben könnte...

... hier nach meiner Abreise wieder einmal der Sommer beginnt - und der war so toll!

... ich wohl auch nicht so schnell zurückkommen kann, wenn ich denn erst einmal zurückgekehrt bin.

... ich Langzeitentwicklungen mitbekommen möchte! Es ist alles in einem Prozess, dessen Werdegang ich nur ein Jahr lang mitbekommen durfte!

... hier die besseren Tänzer sind! Egal wer, jeder kann tanzen - ein Paradies.

... ich mich hier mit Umständen konfrontiert sah, die ich in Deutschland nicht haben werde: meine Umwelt, ich selbst, Zeit - all dies sind Dinge, die ich hier anders erleben darf.


Nun ja, noch habe ich zwei Monate, die ich genießen will. Vielleicht ist es auch noch viel zu früh für alle diese Gedanken, aber so sind sie schon mal gedacht und niedergeschrieben und können daher anderen Gedanken Platz machen:-)
Ich verspreche, mich möglichst zeitnah wieder zu melden und darüber zu plaudern, was alles passiert ist in den letzten Wochen, es ist nämlich eine Menge!
In diesem Sinne, herzliche, liebe Grüße von eurer Uruguay-Julia

Samstag, 17. Mai 2014

26. Der sechsundzwanzigste Eintrag


Hallo meine lieben Leser,
ich habe mal wieder was geschrieben, nicht nur, weil ich das Gefühl hatte, der Blog bedürfe dringend eines neuen Inhaltes, sondern auch, weil ich Lust hatte, zu äußern, was ich denke und weil ich aufgrund des Blutdrucks einer 90-jährigen nichts unternehmen kann, außer zuhause zu bleiben und deswegen ausnahmsweise Zeit habe.

Ich war im Theater! Das Theater heißt Teatro Solis, ist das zweitgrößte Theater Lateinamerikas, präsentierte an einem regnerischen Dienstag das moderne Tanzprojekt „El Mutualista“, in dem auch eine Arbeitskollegin und Freundin mittanzte, ermöglichte mir durch Zufall den kostenlosen Eintritt, obwohl Karten erst ab 200 Peso erhältlich waren und verhalf mir zu netten Kontakten zu Mexikanern, die direkt neben mir saßen, blablabla, alles nur Hintergrundinformation und unwichtig. Ich schwenke daher eiskalt auf meinen Eindruck:
Nun gut, was soll ich als klassisches Ballettmädchen zu springenden, wild um sich schlagenden, rennenden, schreienden, lachenden, gewalttätigen Menschen sagen? Ich weiß es absolut nicht! Ich kann nur sagen, dass ich keinerlei Tanz oder Technik gesehen habe, dafür aber mit Bildern konfrontiert wurde, die in mir eine wahre Gefühlsachterbahn ausgelöst haben. Belustigung, da 80 Menschen im gleichen Moment aus tiefstem Herzen lachten, Angst, da die gleichen 80 Menschen schon im darauffolgenden Moment aus dunkelster Seele schrien, Unverständnis, da 80 Menschen eine Ewigkeit lang nur umherliefen und hinfielen, Bedrohung, da 79 Menschen einen Menschen auf die brutalste Art und Weise wegstießen, umherwirbelten und wegzerrten, Entsetzen, da sich 80 Menschen zum Schluss entkleideten, einige sogar bis hin zum Neugeborenenkleid, Ekel, als sich die 80 nackten, beziehungsweise halbnackten Menschen als großer Menschenknäuel formierten und über die Bühne rollten, noch mehr Entsetzen, als die wenigen komplett Entblößten sich nicht einmal anschickten, sich zum Abschlussapplaus ein Stück Stoff anzulegen. Nein im Ernst, ich weiß wirklich nicht, was ich darin sehen oder interpretieren soll.



An dieser Stelle merke ich auch, dass ich das, was ich ursprünglich schreiben wollte, nicht schreiben kann, da sich meine Meinung in den vergangenen Monaten beträchtlich geändert hat. In den ersten Monaten meines Aufenthaltes hatte ich das Gefühl, dass das Bildungsniveau deutlich niedriger sei als das in Deutschland. Genährt wurde der Eindruck durch die Tänzer, die eine Tanzausbildung haben aber dennoch keine Technik, durch das, was ich im Projekt an Bildung mitbekam und durch „Studien“-inhalte meiner Mitbewohner. Es verwunderte mich immer, dass beispielweise ein Student meinte, er müsse so unglaublich viel Schweres für sein Studium lernen, als ich mir seine Materialien allerdings durchsah, erinnerte mich das an die 11. Klasse eines Gymnasiums. 

Mittlerweile ist mir allerdings bewusst, dass ich mich sehr einseitig habe leiten lassen in meinen Eindrücken. Dass das Bildungsbild im Projekt nicht als uruguayischer Durchschnitt zu werten ist, dürfte klar sein. Schließlich arbeite ich mit Kindern und Jugendlichen aus sozial schwierigen Verhältnissen in einem Armenviertel Montevideos.
Das, was der Student zum Schwierigkeitsgrad seines Studiums meinte, ist als subjektive Meinung zu werten. Zudem umfasst der Begriff „Studium“ hier einen größeren Bereich an Bildungswegen als in Deutschland, es ist also auch einfach nur ein definitionsbedingtes Problem.
Zwischenzeitlich konnte ich einen Einblick in andere Studiengänge gewinnen und soweit ich das beurteilen kann, sind  diese unseren deutschen Studiengängen sehr ähnlich. Die Technikstudenten quälen sich mit hässlichen Matherechnungen und die Tiermediziner dürfen sich jeden einzelnen chemischen Prozess im tierischen Körper einprägen.

Wahrscheinlich fehlt mir aber sowieso der Einblick in das Gesamtsystem, um das Alles beurteilen zu können und die Zeit, die ihr damit verwendet habt, den Eintrag zu lesen, ist absolut verschwendete Zeit. Damit die Lektüre doch nicht ganz umsonst war, schlage ich vor, ihr sucht alle Wörter, die mindestens drei Vokale enthalten heraus und behaltet diese Wörter als Geschenk in einer kleinen Kiste. Punkt, aus, fertig, ich bin müde und geh jetzt essen!



Dienstag, 6. Mai 2014

25. Einfach nur so, Teil 3

Der Grund für tiefblaue Knie
… liegt in der Teilnahme an einem „Taller de entrenamiento, contemporáneo e improvisación“. Wir haben zwei Stunden lang getanzt, hauptsächlich auf dem Boden. Leider habe ich nie gelernt, mich so geschickt auf den Boden fallen zu lassen, wie es die richtigen Moderntänzer machen, Spaß hat es trotz blauer Flecken am ganzen Körper trotzdem gemacht.



Der letzte Ohrwurm
… heißt Tengo ganas von Victor Emanuelle und ist ein wunderschönes Salsalied.

Eine wichtige Entscheidung
… muss ich demnächst treffen. Der Termin für den großen Tanzabend wurde nämlich vom 18. Juli auf den 9. August verlegt. Ich fliege aber am 11. August nach Deutschland. Wenn mir also jemand die Entscheidung abnehmen möchte, würde ich das sehr begrüßen.

Sehr hilfreich und angenehm
… war mal wieder der Besuch meines Koordinatoren der IERP aus Buenos Aires. Erneut wurde ich mit vielen Gedanken und Anregungen zurückgelassen und wurde angeregt zu hinterfragen, zu überlegen, zu ändern, zu vermehren, anzusprechen,…

Nichts, aber auch gar nichts
… kommt an das fantastische Essen heran, das ich beim gemeinsamen Abendessen mit den Freiwilligen und dem Koordinatoren verspeist habe: Baby Beef an Grillgemüse. Eigentlich tut es mir ja Leid um das arme Babyvieh, aber es war einfach nur göttlich! Zart zerging es auf der Zunge, umschmeichelte jeden einzelnen Geschmacksnerven, liebkoste den Mundraum beim Zerkauen. Das saftige, nach Grillaroma schmeckende Gemüse bot diesem Geschmackserlebnis ein ebenbürtiges Pendant, lieferte dem Baby sein nötiges Bett und begleitete es in taktvollem Rhythmus in den Schlaf. Allein der Gedanke an die Explosion an Geschmackseindrücken lässt mich in überirdische Sphären abheben. Arrgh ich schweife mal wieder zu sehr ab…

Die Wohnung
…sieht nach einem Tag Generalputz und etlichen Stunden Umgestaltung nun tatsächlich gemütlich und wohnlich aus.

Danke
… an Lio, Julian, Christoph, Freyja, Lena, Nicki und Edona für euren Besuch. Ich hatte wirklich Spaß bei den Gesprächen, den Kochsessions, dem Leuchtturmbesuch, dem Feiern, dem Spazieren, dem Karussellfahren, etc und habe mal wieder schöne, neue Flecken Montevideos kennengelernt.









Mein Mitleid
…gilt meinen Freunden daheim, die nach dem Praxissemester wieder in den normalen Unialltag einsteigen müssen. :-P

Eine tolle Zeit
... hatte ich in Mar del Plata. Ich habe dort Freiwillige besucht und die Stadt kennengelernt. Es war ein tolles Wochenende!

Mein ganz besonderer Glückwunsch
… gilt dir Mama. Nochmals alles herzlich Liebe zu deinem Geburtstag!


Montag, 14. April 2014

24 Milongón

Ein wirklich schöner Zufall: Ich kann mich noch daran erinnern, dass ich in der ersten Woche nach meiner Ankunft in Montevideo einen Flyer in den Händen hielt, der diverse Ausflüge und Events speziell für Touristen anpreiste. Mich sprach damals das Event "Dinnershow: Folklore, Tango und Candombe" sehr an, doch der Preis von 1400 Peso ließ mich schnell erkennen, dass ich wohl nie zu diesem Event werde gehen können.

7 Monate später werde ich nun von einer Arbeitskollegin, deren Freund Trommel in einem sogenannten Milongón spielt, gefragt, ob ich nicht mal Lust hätte, zu eben diesem Milongón zu gehen. Mit Vitamin B müsste ich nicht einmal Eintritt zahlen, nur müsste ich auf das Dinner verzichten.
So kam es, dass wir zusammen  hin gingen und siehe da, im Eingangsbereich hatte ich ein nettes Wiedersehen mit dem bekannten Flyer. Uns wurden sogar mit die besten Plätze angeboten, wir wurden auf eine Cola eingeladen und konnten das Spektakel genießen. Da wahrscheinlich jedem klar sein dürfte, was eine Dinnershow ist, will ich auch gar nicht weiter darauf eingehen und nur zwei kleine Videos präsentieren, einmal vom Tango und einmal vom Candombe.




Samstag, 5. April 2014

23. Einfach nur so, Teil 2

Top der Woche
Wir haben mit den Choreos für die Tanzaufführung im Juli angefangen.

Flop der Woche
Einem Jugendlichen aus meinem Projekt wurde beim Warten auf den Bus vor den Türen der Obra die Nase mit einem gezielten Faustschlag gebrochen. Das Bild von der schief hängenden Nase wird mir wohl ewig in Erinnerung bleiben.

Erinnerungen
  • ·         Das Wochenende mit meinen beiden zwei besten Freundinnen aus Deutschland! So schöne Gespräche hatte ich lange nicht mehr.
  • ·         Das lange Wochenende mit vier Freiwilligen in Montevideo und Punta del Este -  es war so unglaublich lustig!

Neueste Neuigkeit
Ich tanze nun auch TangoJ

Mein letzter Albtraum
Es ist bereits August und ich habe meinen Flug verpasst…

Meine letzte Sünde
Das Essen gestern beim Begrüßungsfest: Pizza und Calzone vom Grill. Bin immer noch voll davon…

Weshalb ich gerade total stolz bin
War heute fleißig und habe geputzt wie blöd. Das Zimmer ist nun sauber, die Wäsche gewaschen, sämtliche Flure und Treppen lupenrein.

Derzeitiger Ohrwurm
Keine Ahnung, wie das Original heißt. Allerdings wurde der Text umgeschrieben, während ich in der Küche am Zwiebeln-schneiden war. Dieser lautet nun: „Es kommt Julia, die die Zwiebel immer sehr fein schneidet“… Nunja:D

Was mich jetzt während des Schreibens noch stolzer macht
Musste gerade an meine Schwester denken. Gestern ist sie umgezogen, am Montag beginnt sie zu studieren. Hau rein Natalie!

Triumph der letzten Woche
Ich habe meinen eigenen Joghurt hergestellt! Das, was man hier nämlich als Joghurt kauft, ist einfach nur verdickte Milch mit Zucker, künstlichen Geschmäcken und Farbe.

Was mich richtig nervt
Mücken!!! Blutrünstig sind die Viecher und verfolgen einen zudem noch. Wenn ich nicht am Totschlagen bin, bin ich am Kratzen.